Krim, Krieg, krude Geschichten – Hörtip

Kleiner Tip:
SWR2 Literaturfeature, 20.2.2018, 22.03h

Die Krim – ein Mythos.
Verklärt als Urlaubsparadies, auch in der Literatur. Immer geht es um Liebe, Sex, Affären. Da führen Damen Hündchen aus und nehmen altmodische Aufreisser mit ins Hotelzimmer. Da sterben Schönheiten in Eifersuchtsdramen im Harem. Nirgendwo im kalten Riesenreich ist es freizügiger. Kurz gesagt: Für russische Autoren ist die Krim ein Paradies.

Anders für die ukrainischen und krimtatarischen: Sie werden unterdrückt. „Raben sind auf der Krim gelandet“, dichtet Diljawer Osmanow und meint die „freundlichen Menschen“, von denen Putrin sprach, als er 2014 die Krim einkassiert hat, als wäre er ein Schulhofschläger und die Krim das Smartphone des schwachen Nachbarn.

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/lesenswert/swr2-lesenswert-feature-krim-krieg-krude-geschichten/-/id=659892/did=20940878/nid=659892/kzx56b/index.html

Auf den Fotos:
Nichts begriffen: Der Kult um Maximilian Woloschin:

 

 

 

 

 

Touristin zwischen Puschkin und dem Brunnen der Tränen:

 

 

 

 

Victor Stus – der ukranische Schriftsteller hat Angst:

 

 

 

 

Aufkleber an der Tür der Krimtatarischen Zeitschrift: „Wir haben das Land vor den Faschisten geschützt, wir werden das Land vor Extremismus schützen“.